
Die 1961 in der Türkei entstandenen Chauvinisten der „Grauen Wölfe“ bezeichnen sich selbst als „Idealisten“ (Ülkücüler)
Wenn Radikalinskis aufeinandertreffen, bleibt meistens Gewalt nicht aus. In der Nacht vom 15. auf den 16. Februar 2012 traf es diesmal das Vereinsheim der türkischen Extremisten-Organisation „Graue Wölfe“ an der Ellerstraße, welches ansonsten unter dem unverfänglichen Namen „Deutsch-Türkischer Kulturverein“ von der deutschen Öffentlichkeit wenig beachtet wird. Dort wurden im Zusammenhang mit dem 13. Jahrestag der Verhaftung Abdullah Öcalans gegen 23.35 Uhr zwei Brandsätze gegen das Gebäude geworfen. Lediglich eine mit Brandbeschleuniger gefüllte Flasche zündete an der Außenfassade. Das Feuer konnte rasch gelöscht werden. Die Täter entkamen unerkannt.
Da Öcalan Führer der hierzulande verbotenen „Arbeiterpartei Kurdistans“ (PKK) ist, geht der ermittelnde Staatsschutz von einer Tat kurdischer Nationalisten aus. Zwar ist am Rande auch eine Vermutung in Richtung deutscher Neo-NS-Szene geäußert worden, was allerdings recht unwahrscheinlich ist, da am selben Tage in Köln ähnliche Attacken gegen türkische Einrichtungen stattgefunden haben. In diesen Fällen war der PKK-Hintergrund noch offensichtlicher als in der Bundesstadt. Der 15. Februar wird von Anhängern als Öcalans als „Schwarzer Tag“ betrachtet und mit Demonstrationen begangen.















